Bundeswehrordnung klappt nicht immer

Dezember 18th, 2013

Ich habe vor einiger Zeit jemanden kennengelernt, der eine Eigenschaft hat, die mich sehr beeindruckt. Ein sehr ordentlicher Mann und mit ordentlich, meine ich schon fast Perfektionismus. Sein Bett war immer so perfekt gemacht dass es aussah, als hätte da nie jemand drin geschlafen. Selbst das Bettlaken war faltenfrei und es war kein Spannbettlaken.

Doppelstockbett
Bild von: Thomas Kohler bei Flickr unter CC BY-SA 2.0

Es stellte sich dann heraus, dass er bei der Bundeswahr war und noch immer als aktiver Reservist dort von Zeit zu Zeit tätig ist. Ich weiß dass bei der Bundeswehr recht strenge Regeln gelten, was Ordnung betrifft. Der Spind muss immer aufgeräumt sein. Das hat mir mein Bruder auch bestätigt, der selbst einige Jahre bei der Bundeswehr verbracht hat. Er sagte mir, dass in jedem Spind genau vorgeschrieben ist, wo welche Sachen zu liegen haben. Während des Grundwehrdienstes wird da auch sehr gründlich geguckt, ob alles seine Richtigkeit hat.

Bei meinem Bekannten hat die Bundeswehrzeit scheinbar sehr viel gebracht, denn diese starke Ordnungsliebe ist erhalten geblieben. Ich glaube, wenn man bei ihm in Schränke guckt, ist alles akribisch sortiert und geordnet.

Wenn ich das Zimmer meines Bruders betrachte, dann kann da nicht sehr viel hängen geblieben sein. Er lebt wirklich frei nach dem Motto: Ordnung ist das halbe Leben, aber er lebt auf der anderen Hälfte. Allein bei seinen Klamotten kriegt man die Krise. In seinem Kleiderschrank ist sehr viel mehr Platz als in so einem Spind, aber da kriegt er es nicht auf die Reihe. Vielleicht liegt es auch daran, dass er irgendwann zu einem Heimschläfer wurde und er deshalb seine Sachen zu Hause bunkern konnte.

Kontovollmacht

November 27th, 2013

Eine sehr gute Bekannte hat ziemliche Probleme mit ihrem Sohn. Das, was früher als gut gemeint galt, macht ihm nun das Leben ziemlich schwer, denn er weiß nicht wie man beispielsweise mit Geld umgeht. Seine Mutter ist nun sogar schon so weit, dass sie ihm angeboten hat eine Kontovollmacht für sein Konto zu übernehmen, damit er nicht das ganze Geld ausgibt und seine Kosten nicht bezahlen kann.

Ich frage mich, ob das richtig ist. Natürlich möchte man als Mutter sein Kind schützen, aber ich finde, man muss es seinen Kindern auch ermöglichen, eigene Erfahrungen zu sammeln. Je länger man damit wartet, desto schmerzhafter ist es für beide Parteien.

Ich denke auch, dass meine Bekannte überreagiert. Auch wenn ihr Kind vielleicht einige Lektionen im Leben verpasst hat, so hat es doch im Mathematikunterricht aufgepasst und kann rechnen und weiß, was an Geld auf das Gehaltskonto eingeht und was davon abgebucht wird. Der Rest steht zur freien Verfügung für Lebensmittel etc. Auch wenn es schwer fällt – ich würde an der Stelle meiner Freundin keine Verantwortung mehr übernehmen. Ich würde Ratschläge und Tipps geben, aber was davon umgesetzt wird, kann ihr Kind selbst entscheiden. Wenn es nichts tut um selbst klar zu kommen, dann muss es eben auf die Nase fallen.

Aber diese Geschichte zeigt mir auch, dass ich meinem Kind rechtzeitig beibringen muss, wie es mit Geld umzugehen hat. Mein Kind wird auch in zwei Jahren ein eigenes Konto bekommen. Ein Girokonto als reines Guthabenkonto geführt. Meine Eltern haben mir damals auch ein Konto eröffnet und mir mein Taschengeld dahin überwiesen. Ich musste rechnen und einige meiner Ausgaben davon bestreiten. Auch wenn es damals doof war, denn meine Klassenkameraden haben trotz Taschengeld Unterstützung ihrer Eltern erhalten – mir hat es geholfen mein Geld nicht sinnlos ausgegeben.

Alleine schaffen wir das nicht

November 19th, 2013

Ich habe ja mit vielem gerechnet, aber nicht, dass wir irgendwann mal ein großes Haus mit mehreren Mietparteien besitzen würden. Ich besitze das Haus auch gar nicht, sondern mein Freund, aber auch für ihn kam es überraschend. Es war ein Erbe von einem Onkel. Da dieser keine eigenen Kinder hatte und auch seine Frau schon vor ihm dahingeschieden war, wurde mein Freund mit diesem Erbe bedacht. Natürlich haben wir uns zuvor erkundigt, ob es belastet ist oder ähnliches, aber das war nicht der Fall.

Miethäuser [1911]- Vienna
Thanx: ruamps bei Flickr unter CC BY-SA 2.0

Nachdem wir uns durch die Unterlagen gewühlt hatten und uns einen groben Überblick verschafft hatten war uns beiden klar, dass wir das nicht alleine auf uns nehmen wollten. Wir haben lange Zeit überlegt, ob wir uns überhaupt als Immobilienbesitzer sahen oder ob wir das Haus verkaufen sollten, aber irgendwie sagte unser beider Gefühl, dass wir das nicht tun sollten. Also haben wir in die andere Richtung geschaut und uns mit verschiedenen Hausverwaltungen zusammengesetzt, uns angeschaut was jede einzelne so bietet, was sie kostet und welche Pflichten bei uns bleiben würden.

Mittlerweile haben wir uns selbst sehr gut in die Materie eingearbeitet. Aber dennoch überlassen wir die meisten Sachen der Hausverwaltung. Die machen so etwas schon jahrelang. Zudem konnten wir genau festlegen, welche Pflichten jeder von uns hatte. Unser Vertrag läuft jährlich. Natürlich haben wir unsere Mieter informiert, dass der neue Ansprechpartner die Hausverwaltung ist, denn wenn es nun etwas am Haus zu tun gäbe, würde die Hausvermittlung alles weitere in unserem Namen in die Wege leiten. Es ist am Anfang schon ein komisches Gefühl, etwas so wichtiges abzugeben, aber ich denke, wir haben mit unserer Hausverwaltung ein gutes Gefühl.

Umzug eines großen Unternehmens

August 13th, 2013

Mein Freund und ich haben uns neulich darüber unterhalten, wie es eigentlich wäre, wenn seine Firma den Standort wechseln wollte oder müsste. Dort stehen nicht nur riesige Hallen und Maschinen, sondern auch riesige Silos. Wir kamen auf dieses Thema, weil wieder neue Hallen gebaut wurden und sie wieder Maschinen von einer Halle in die andere bringen mussten.
Solche Sachen werden Firmenintern geregelt, dazu werden keine Unternehmen für Firmenumzüge benötigt, aber wenn alles umziehen müsste, könnte das ein einziges Unternehmen wahrscheinlich nicht schaffen.

Mein Freund hat mir erzählt, wie diese Silos transportiert werden – und da geht es schon los. Nicht jedes Umzugsunternehmen für Firmenumzüge verfügt über einen solchen Fuhrpark, der auch Schwertransporte bzw. sogar Sondertransporte durchführen kann. Je nachdem, wie weit die Silos transportiert werden müssten, bietet sich dafür sogar ein Hubschrauber an, weil dieser günstiger ist, als ein LKW-Transport.
Also bräuchte man für diesen Firmenumzug ein Unternehmen, welches solche Transporte ausführen konnte. Weiterhin müssten alle Maschinenanlagen transportiert werden. Fachpersonal für Demontage und Montage sollte also zusätzlich zu den firmeninternen Leuten dabei sein. Dazu kommen dann natürlich auch noch die IT-Techniker und die Umzugshelfer für die Büroleute.

Je mehr wir uns Gedanken machten, desto größer wurde irgendwie das Ausmaß und wir fragten uns, wie man einen solchen Firmenumzug überhaupt planen kann – wobei die Firmen davon ja Ahnung haben und wissen wie man was anpackt. Aber über eines sind wir uns bei all den Ideen und Gedanken von Anfang an einig. Einen solchen Firmenumzug macht man mal nicht eben an einem Tag. Das würde Ewigkeiten Anspruch nehmen und es würde wahrscheinlich auch sinnvoller sein, wenn man einen solchen Umzug in Etappen macht.

Den Firmenumzug nur mit guten Fachleuten machen

Juli 19th, 2013

Vor reichlich drei Jahren habe ich mich mit einem Büroservice für kleinere Handwerksbetriebe selbstständig gemacht. Am Anfang habe ich allein gearbeitet, aber inzwischen beschäftige ich zwei Bilanzbuchhalter, einen Steuerfachgehilfen und einen Werbefachmann. Da wurden meine Büroräume schnell zu klein und ein Firmenumzug stand an. Dabei war die Prämisse, dass das Büro nur an einem Freitag und dem darauf folgenden Montag geschlossen werden sollte, damit die Kunden von unserem Umzug nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

Großartige Spezialtransporte fallen dabei nicht an. Wir haben nur zerlegbare Möbel. Die Technik ist recht handlich, so dass sie gut in große Kartons verpackt werden kann. Was uns fehlte, war die Zeit, weil wir bis zum letzten Moment arbeitsfähig bleiben wollten. Also habe ich im Internet nach einer Fachfirma gestöbert und bin bei einer Spedition hängen geblieben, von der auch ein klimaneutraler Privatumzug nach ISO 14001 angeboten wird.

Als ich mich in der Mittagspause mit meinen Mitarbeitern darüber unterhalten habe, erzählte mir Matthias, das ist mein Steuerfachgehilfe, dass seine Eltern von denen einen Umzug ins Ausland haben machen lassen. Sie haben seines Wissens schon große Erfahrungen, was internationale Umzüge betrifft. Na ja, international wird es bei meinem Firmenumzug nicht. Wir möchten den Standort nur innerhalb unserer kleinen Stadt verlegen.

Der Kostenvoranschlag hat mich recht angenehm überrascht. Obwohl ich auf Grund des Zeitdrucks auch Leute zum Ein- und Auspacken brache, wird es insgesamt etwas günstiger, als ich eigentlich befürchtet hatte. Nächste Woche ist es so weit und wir hoffen alle, dass unser Büroumzug genauso gut klappt wie der Auslandsumzug der Eltern meines Mitarbeiters.

Gartenhaus ade

Juli 19th, 2013

Ich wusste es, ich habe es die ganze Zeit gewusst. Hinter unserem Gartengrundstück stehen einige sehr hohe Bäume bei denen alle wussten dass eines Tages ein Sturm oder Gewitter reichen würde, um diese alten Stämme zu zerlegen. Allerdings muss ja immer erst etwas passieren bevor Behörden aktiv werden.

Schon den ganzen Tag über war so komisches Wetter. Man merkt einfach, dass sich etwas zusammenbaut und genau das war der Fall. Gegen Abend kamen die ersten Winde auf. Diese Brise war allen sehr willkommen, aber wir wussten auch, dass es sinnvoller war, alles wegzuräumen, was nicht mehr benötigt wurde. Wie immer räumten wir die Möbel ins Gartenhaus und saßen auf der Terrasse. Dort sitzen wir öfter und schauen geschützt dem Naturschauspiel eines Gewitters zu.

Das taten wir auch an diesem Abend. Sehr schnell wurde aus dem lauen Lüftchen ein richtiger Sturm und kurze Zeit später brach das Gewitter los. Blitze zuckten über den Himmel, gefolgt von einem heftigen Donnergrollen und sinnflutartigen Regenfällen. Dann plötzlich ein lauter Knall und im schemenhaften Dunkel sahen wir einen der großen Bäume, wie er sich langsam neigte. Immer wieder sahen wir im Licht der Blitze, wie das Unheil seinen Lauf nahm und der Baum direkt auf die Gartenhäuser fiel, denn unseres und das des Nachbarn standen direkt beieinander – nur durch einen Holzzaun getrennt.

Machen konnten wir in dem Moment nichts. Am nächsten Morgen, als das Unwetter endgültig vorbei war und das Licht wieder von der Sonne kam, sahen wir den Schaden in seinem gesamten Ausmaß. Das Gartenhaus war völlig hinüber. Unter den Trümmern lagen Werkzeuge, Rasenmäher etc. Die Stadt beseitigte erst einmal den Baum, so dass wir eine wirkliche Bestandsaufnahme des Schadens machen konnten. Natürlich kam di Versicherung für den Schaden auf, aber die Beseitigung und den Neuaufbau unserer Gartenhäuser, mussten wir selbst übernehmen. Mittlerweile hat die Stadt zumindest die verbleibenden Bäume etwas gestutzt. Wirklich etwas nutzen wird das nicht, denn wenn diese Bäume in unsere Richtung fallen, ist wieder alles platt.

Prägende Eindrücke

April 30th, 2013

Die Berufsfindungsphase ist mitunter keine leichte Zeit. Daran kann ich mich auch noch gut erinnern, dass ich mir lange nicht darüber klar werden konnte, wohin denn die berufliche Reise nun gehen sollte. Wenn ich so zurückdenke, kann ich mir auch manches Schmunzeln nicht verkneifen, zumal wenn ich sehe, dass sich bestimmte Prozeduren wohl in allen Generationen vollziehen. Natürlich wollte ich wie viele kleine Mädchen Prinzessin sein und alles schön in rosa. Dann war Pippi Langstrumpf meine Heldin und ab sofort alles prinzessinnenhafte verpönt und wurde aus dem Kinderzimmer verbannt.

Nach dem Ansehen diverser einschlägiger Filme wollte ich Piratenbraut werden. Da es sowas natürlich nur im Film und in Büchern gibt, aber mich die Seefahrerei gepackt hatte, war mein erster offizieller Berufswunsch dann Matrosin. Nach einem Ostseeurlaub mit meinen Eltern und einem Tagesausflug auf einem Kutter, der mir gar nicht gut bekommen war, hatte sich das Thema dann erledigt. Sängerin oder Schauspielerin oder Friseuse folgte dann zwischen 12 und 14 als Berufswunsch. Als ich dann mein Abitur machte, hatten sich diese pupertären Anwandlungen natürlich längst erledigt, aber schlüssig ob ich nun eine Ausbildung machen sollte oder studieren war ich mir deswegen noch lange nicht.

Einerseits lockte die Chance schnell Geld zu verdienen, aber mit einem Studienabschluss sind natürlich die Karrierechancen langfristig besser. Also entschied ich mich erst mal für ein freiwilliges soziales Jahr, welches ich bei dem privaten Pflegedienst absolvierte, der auch meine Oma betreute. Damals habe ich gesehen, was private Pflegekräfte so zu leisten haben und seither einen riesen Respekt vor den Leuten. Ich durfte ja aus verständlichen Gründen nur im Haushalt und in der sozialen Betreuung helfen. Seit einigen Jahren engagiere ich mich nun neben meiner Arbeit ehrenamtlich im Bereich der Privatpflege.

Flexstrom ist insolvent und nun?

April 16th, 2013

Vor kurzem ging die Nachricht durch die Medien: der Stromanbieter Flexstrom habe Insolvenz angemeldet. Wie soll man sich als Kunde nun in solch einem Fall verhalten?

Erst einmal Ruhe bewahren. Niemand braucht Angst zu haben, daß einem der Strom abgeklemmt wird. Zum einen hat Flexstrom nicht davon gesprochen die Belieferung seiner Kunden einzustellen, zum anderen greift in solch einem Fall eine sogenannte Ersatzversorgung durch den örtlichen Grundversorger, zumeist die kommunalen Stadtwerke.

Es kommt dadurch also nicht zu einem Ausfall. Man braucht also keine Angst zu haben plötzlich ohne Strom dazustehen!

Natürlich kann es passieren, daß Flexstrom wohlbehalten aus der Insolvenz rauskommt und dann laufen die Verträge ganz normal weiter wie bisher auch. Man wäre dann auch zukünftig verpflichtet weiter seine Zahlungen an Flexstrom zu leisten.

Der zweite Fall wäre der, daß Flexstrom den Geschäftsbetrieb einstellt. Dann sollte man prüfen, ob man noch Rückforderungen an Flexstrom hat und diese geltend machen. Es ist da aber nicht sichergestellt, daß man dann auch etwas zurückbekommt. Einem nackten Mann kann man halt nicht in die Tasche greifen. Erschreckend ist übrigens, daß Flexstrom mit insgesamt 500.000 Kunden ja nicht unbedingt eine kleine Nummer im Strommarkt darstellt. Da bin ich durchaus gespannt ob der Anbieter genauso vom Markt verschwinden wird wie vorher bereits TelDaFax.

Aufpassen sollte man, wenn man Verträge hat bei denen man lange im Voraus etwas einzahlen muß, also z.B. die Abschläge für 6 oder 12 Monate im Voraus leistet. Das kann riskant sein. Im Zweifelsfalls sollte man da dann lieber von Abstand nehmen und sich nach einem anderen Anbieter umschauen. hier sollte man sich auch ggf. bei der Verbraucherzentrale mal erkundigen ob man in diesem Falle ggf. ein Sonderkündigungsrecht hat.

Bevor man dann wieder in die nächste Falle tappt, sollte man Stromanbietervergleich machen. So ein Stromvergleich ist kostenlos und ermöglicht es einen Überblick zu bekommen, wo man aktuell den für sich günstigsten Stromanbieter findet. Dabei sollte man aber nicht nur auf den Preis achten sondern auch Punkte wie die Zahlungsweise mit beachten. Anbieter die auf Vorkassezahlungen für bis zu 12 Monate bestehen sollte man tunlichst meiden und auf Anbieter setzen bei denen man monatliche Abschläge zahlt.

Also nichts überstürzen, in Ruhe vergleichen und dann ggf. zu einem anderen Anbieter wechseln.

Erfolgreiche Kontaktvermittlung

März 26th, 2013

Klassentreffen sind ja immer eine spannende Angelegenheit. Immer wieder bin ich überrascht, welche Entwicklungen meine ehemaligen Mitschüler so genommen haben. Manche, denen ich Großes zugetraut hatte, waren dann doch in der Mittelmäßigkeit hängengeblieben. Andere, wo die Perspektive nicht so rosig aussah hingegen hatten beachtliche Karrieren hingelegt.
So auch ein Mitschüler, der in der Klasse nicht besonders anerkannt war und die Schulzeit mit einem mittelprächtigen Ergebnis beendete. Dieser stand nun plötzlich als Chef einer Firma mit 10 Angestellten vor mir. Er war bei seinem Onkel in die Lehre gegangen und sechs Monate zuvor hatte in dieser ihn zu seinem Nachfolger ernannt. Er erzählte mir von seinen ehrgeizigen Plänen, die Firma auszubauen und vor allem die Werbung zu intensivieren, um neue Kunden zu gewinnen. Allerdings war er sich in Sachen Onlinewerbung noch etwas unsicher, welches Konzept für ihn das Richtige sei.

Da erzählte ich ihm, dass mein Schwager sich genau auf diesen Bereich spezialisiert hat und Echtzeitwerbung über Adserver realisiert. Diese setzen Cookies und verfolgen so das Surfverhalten des Nutzers anonym mit. Dadurch erschließt sich die aktuelle Interessenlage und er bekommt passgenau entsprechende Werbung eingeblendet. Mein ehemaliger Mitschüler zeigte sich davon hellauf begeistert, weil er seine Werbung natürlich auch möglichst zielgenau platzieren wollte. Also vermittelte ich den Kontakt zwischen den beiden. Einige Tage später rief mich mein ehemaliger Mitschüler an und bedankte sich ausgiebig. Die beiden waren sich schnell einig geworden, auch was das finanzielle Budget betrifft. Besonders gefallen hat ihm auch Möglichkeit der direkten Auswertung und Analyse der Klicks. So kann Werbung immer zeitnah an die Bedürfnisse der Zielgruppen angepasst werden.

Die Kurve gekriegt

Januar 23rd, 2013

Als alleinerziehende Mutter war es für mich nicht immer einfach, Beruf und Kindererziehung unter einen Hut zu bekommen. Als mein ältester Sohn in die Pupertät kam, wurde es besonders schwierig. Bis zu dem Zeitpunkt war er ein sehr guter Schüler. Doch dann verlagerten sich seine Interessen und er saß zunehmend nur noch vor dem PC, spielte und chattete mit Freunden. Seine schulischen Leistungen ließen rapide nach und ich fing an, mir Sorgen um seine Zukunft zu machen. Meine Versuche, seinen PC-Konsum einzuschränken waren nicht sonderlich von Erfolg gekrönt, da er dann eben zu Freunden auswich.

In dieser Phase war unser vorher gutes Verhältnis zueinander außerordentlich angespannt. Natürlich tauschte ich mich mit Freunden über dieses Problem aus, dass er drauf und dran war, seinen Schulabschluss zu vermasseln. Einer meiner Freunde hatte dann die ziemlich gute Idee, meinem Sohn ein Schüler- Praktikum in seinem Computergeschäft anzubieten. Der nahm das Angebot voller Freude an und war total begeistert von der Arbeit dort und danach stand ihn fest, dass er später unbedingt einen Job in der IT-Branche würde ergreifen wollen.

Das Prinzip von vServer und Root Server hatte er zum Beispiel sofort verstanden und auch am Programmieren hatte er Gefallen gefunden. Mein Freund machte ihm dann allerdings sehr nachdrücklich klar, dass das mit seinen jetzigen Schulnoten sehr schwierig werden würde, auch wenn er schon eine Menge von vServer und Root Server verstand. Diese Tatsache löste dann einen Motivationsschub bei ihm aus, an den ich ehrlich gesagt nicht mehr geglaubt hatte. Er schaffte sein Abitur mit einer guten zwei und bekam damit auch seinen Wunschstudienplatz.


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